Fortbildung Psychosomatische Grundversorgung

Qualifikation

Die Psychotherapie-Richtlinien legen fest:

"Die Teilnahme des Arztes an der psychosomatischen Grundversorgung setzt mehrjährige Erfahrung in selbstständiger ärztlicher Tätigkeit, Kenntnisse in der Theorie einer psychosomatisch orientierten Krankheitslehre und reflektierte Erfahrungen über die therapeutische Bedeutung der Arzt-Patient-Beziehung voraus."

Die Psychotherapie-Vereinbarungen fordern: "für Maßnahmen der psychosomatischen Grundversorgung nach dem Leistungsinhalt der Nrn. 850 und 851 BMÄ/E-GO:

  • eine mindestens dreijährige Erfahrung in selbstverantwortlicher ärztlicher Tätigkeit;

  • Kenntnisse in einer psychosomatisch-orientierten Krankheitslehre;

  • reflektierte Erfahrungen über die Psychodynamik und therapeutische Relevanz der Arzt-Patient-Beziehung und

  • Erfahrungen in verbalen Interventionstechniken als Behandlungsmaßnahme.

Aus Zeugnissen und Bescheinigungen muss hervorgehen, dass entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen in einem Umfang von mindestens 80 Stunden erworben wurden. Im Rahmen dieser Gesamtdauer müssen gesondert belegt werden: 

  • Theorieseminare von mindestens 20-stündiger Dauer, in denen Kenntnisse zur Theorie der Arzt-Patient-Beziehung, Kenntnisse und Erfahrungen in psychosomatischer Krankheitslehre und der Abgrenzung psychosomatischer Störungen von Neurosen und Psychosen und Kenntnisse zur Krankheits- und Familiendynamik, Interaktion in Gruppen, Krankheitsbewältigung (Coping) und Differenzialindikation von Psychotherapieverfahren erworben wurden.

  • Reflexion der Arzt-Patient-Beziehung durch kontinuierliche Arbeit in Balint- oder Selbsterfahrungsgruppen von mindestens 30-stündiger Dauer (d.h. bei Balint-Gruppen mindestens 15 Doppelstunden) und

  • Vermittlung und Einübung verbaler Interventionstechniken von mindestens 30-stündiger Dauer.

Die Kenntnisse und Erfahrungen müssen in anerkannten Weiterbildungsangeboten und die Reflexion der Arzt-Patient-Beziehung bei anerkannten Balint-Gruppen-Leitern bzw. anerkannten Supervisoren erworben worden sein" (Dtsch. Ärztebl. 90, 1993, S. 3456).

Anmeldung

Die Anmeldung zur Teilnahme an der Fortbildung erfolgt über die Praxis von Prof. Köhle.

Sie erreichen ihn täglich zwischen 7:45 und 8:00 (sonst Anrufbeantworter) unter der Telefonnummer: 0221 28 29 105 oder per mail: karl.koehle@uk-koeln.de

Zitiert nach:

Köhle, K., P.L. Janssen, R. Richter mit Teilbeiträgen von R.H. Adler, W. Wesiack: Fort- und Weiterbildung unter Berücksichtigung der Entwicklung in der Schweiz und in Österreich. In:

Adler, R.H., J.M. Hermann, K. Köhle, W. Langewitz, O.W. Schonecke, Th. v. Uexküll, W. Wesiack (Hrsg.)
Urban & Fischer, 6. Aufl. 2002, Kap. 87.


siehe auch

Fortbildungs-Curriculum

Erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten

Praxis Prof. em. Dr. med. Karl Köhle  Wilhelm-Backhaus-Str. 6c   50931 Köln  fon: 0221 28 29 105